Wie die Zahl entsteht

Der maximale Ankaufspreis ist keine Schätzung und kein Ratewert. Er ist eine Rechnung, und Sie können jede Zeile davon nachsehen.

Die Rechnung

Sie steht im Werkzeug offen da, nicht als Ergebnis, das Sie glauben müssen, sondern als Bogen, auf dem im Autohaus seit jeher gerechnet wird. Ein echtes Beispiel, ein VW Golf Variant von 2016 für 5.500 €:

Erwarteter Verkaufspreis8.951 €aus vergleichbaren Fahrzeugen am Markt, nicht aus einer Tabelle
− Aufbereitung450 €Ihr Grundbetrag, den Sie einmal einstellen
− Überführung216 €aus der Entfernung gerechnet
− Zielmarge 14 %1.253 €Ihre, nicht unsere
− USt. auf die Spanne238 €bei Differenzbesteuerung, damit die Marge netto bleibt
− Sicherheitsabschlag376 €wächst, wenn die Datenlage dünn ist
Maximaler Ankaufspreis
6.418 €
Gefordert 5.500 €, 918 € Luft

Kein Posten darin ist erfunden, und keiner ist versteckt. Was Sie einstellen, steht in Ihren Einkaufsregeln; was gerechnet wird, steht in der Zeile.

Woher der erwartete Verkaufspreis kommt

So, wie ein Händler es selbst tut: Er sucht das Auto möglichst genau, legt die Angebote nebeneinander und sieht, welche mehr Kilometer oder weniger Ausstattung haben und deshalb billiger sind, und welche besser und teurer. Dazwischen ordnet er sein Fahrzeug ein.

Wagenfund geht dieselben Schritte. Fest bleiben Marke, Modell, Kraftstoff, Getriebe und Leistungsklasse. Aus den ähnlichsten Angeboten fallen Unfall- und Bastlerwagen, Anzeigen, die seit Wochen niemand mehr gesehen hat, und Lockpreise heraus. Jedes übrige Fahrzeug wird auf Ihres umgerechnet: was würde es kosten, hätte es Ihr Baujahr, Ihre Laufleistung, Ihre Ausstattung? Wie viel ein Jahr und 10.000 km bei diesem Modell ausmachen, lernt die Rechnung aus dem Markt selbst. Die Mitte daraus ist der erwartete Verkaufspreis. Im Bogen sehen Sie die ganze Leiter: jedes Vergleichsfahrzeug, ob es schlechter oder besser ist, und wo Ihres steht.

Ein Wagen setzt sich seinen Marktwert nicht selbst. Steht dasselbe Fahrzeug viermal unter vier Anzeigen (das kommt vor), zählt es einmal, und die eigenen Anzeigen fallen aus der Vergleichsgruppe des bewerteten Fahrzeugs heraus. Ohne diese Regel hebt ein Händler mit vier Einstellungen seinen eigenen Preis.

Jede Zahl steht auf echten Vergleichsfahrzeugen

Ein Höchstpreis erscheint, sobald genug vergleichbare Fahrzeuge dahinter stehen. Sie sehen also nur Zahlen, mit denen Sie auch in die Verhandlung gehen können, und daneben, auf wie vielen Fahrzeugen sie beruhen.

Wo es keine gibt, steht kein Wert. Das betrifft vor allem sehr alte Fahrzeuge: Händler kaufen sie selten an, weil sie zu lange stehen, und wo nicht gehandelt wird, bildet sich kein Preis. Reservierte Anzeigen stehen gar nicht erst in der Trefferliste; sie sind nicht zu haben. Nur auf Ihrer Merkliste bleiben sie stehen, mit einem Hinweis: Was Sie selbst dort abgelegt haben, soll nicht wortlos verschwinden.

Dasselbe gilt für Ihre Gewichtung: Solange Sie sie nicht eingestellt haben, sagt Ihnen das Werkzeug genau das, statt einen Wert zu zeigen, der nichts bedeutet. Einmal eingestellt, rechnet ab da jede Suche mit Ihren Zahlen.

Wie sicher eine Angabe ist, zählt mit

Steht „unfallfrei" nur im Fließtext, wiegt das weniger als ein ausgefülltes Feld des Verkäufers. Zu jeder Angabe bleibt vermerkt, woher sie stammt, und wie sicher sie ist, geht in die Bewertung ein.

Gerechnet wird dabei bewusst vorsichtig: Ein Vorteil zählt erst, wenn er belegt ist. So steht am Ende ein Höchstpreis, der auch dann trägt, wenn das Inserat mehr verspricht als das Fahrzeug hält.

Die Ampel statt einer Punktzahl

Grün heißt: Der Wagen taugt nach Ihren Regeln und ist zum geforderten Preis kaufbar. Genau diese Fahrzeuge sucht Wagenfund für Sie heraus.

Gelb heißt: Hinsehen lohnt sich. Ein Punkt braucht Ihre Entscheidung: der Preis liegt über Ihrem Höchstpreis, eine Angabe fehlt, oder etwas an Ausstattung, Zustand oder Vornutzung passt nicht ganz zu Ihren Regeln. Was es ist, steht daneben.

Rot heißt: Hier spricht etwas dagegen, und der Grund steht dabei.

Was wir bewusst nicht abziehen

Kapitalzins, Standplatzkosten, pauschale Aufbereitungsposten nach Befund und ein geschätzter Verhandlungsspielraum sind aus der Rechnung herausgenommen, nicht nur aus den Einstellungen. Ein Einkäufer kennt seine Kosten und hat sie in seiner Marge. Wagenfund zieht sie deshalb kein zweites Mal ab.

Die Befunde zählen weiter: „Zahnriemen fällig" kostet in der Bewertung, aber keine erfundenen 750 €.

Was Sie dabei im Blick behalten

Die Datenbasis wächst täglich. Seit September 2026 wird jede Preisbewegung mitgeschrieben. Standzeiten und Preisverläufe werden mit jedem Monat aussagekräftiger, und dieser Vorsprung gehört Ihnen, je früher Sie dabei sind.

Widersprüche im Inserat erkennt das Werkzeug. Ein Fahrzeug mit Erstzulassung 2026 und 190.000 km kann es nicht geben. Solche Fälle werden erkannt und offen am Fahrzeug benannt. So sehen Sie sofort, wo im Inserat nachzufragen ist.

Die Entscheidung bleibt bei Ihnen. Der Höchstpreis ist Ihre Grundlage für die Verhandlung, keine Wertermittlung im Rechtssinne. Sie sehen die Ampel, die Rechnung und jede Angabe dahinter, und entscheiden dann.

Mehr dazu, was in welchem Tarif steckt, steht bei den Preisen.

Sieben Tage, drei Suchen, keine Zahlungsdaten

Die Tage zählen ab Ihrer ersten Suche, die Probe endet von selbst. Was Sie in der Zeit notiert haben, bleibt Ihnen.